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Ätna Update (02.10. - 23.10.2020)

Dampfender Ätna

Aktuelle Informationen über die Tätigkeit des Vulkans


In Abhängigkeit von der Aktivität des Ätna, berichte ich hier in mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit über die neuesten Ereignisse an diesem prächtigen Vulkan. Diese Informationen stelle ich aus diversen Quellen, wie Institute bzw. Organisationen, Websites von Vulkanologen und eigenen Beobachtungen (meist über Webcams) zusammen. Die verwendeten Quellen werden jeweils am Ende einer Nachricht genannt. Alle Uhrzeiten sind in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ). Für die Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Updates kann ich leider keine Gewähr geben. Ich versuche jedoch immer so gründlich wie möglich zu arbeiten.
Planen Sie eine Reise zum Ätna? Dann beachten Sie unbedingt meine Seite mit den Reise- und Warnhinweisen. Hier gibt es viele Tipps und nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
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23. Oktober 2020

Auch in der vergangenen Woche kam es am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes zu anhaltender, aber milder strombolianischer Aktivität verbunden mit Ascheemissionen. Der Tremor schwankte weiter auf mittlerem Niveau und die seismische Aktivität nahm etwas zu.

In der letzten Woche dauerte die milde strombolianische Aktivität am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes an. Während der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober kam es zu einer Phase erhöhter Aktivität, wobei glühendes Material einige zig Meter hoch geschleudert wurde. An den nachfolgenden Tagen ging die explosive Aktivität wieder etwas zurück. Häufig konnte ich über die Webcams auch länger andauernde Ascheemissionen beobachten. Auch heute Morgen nach Sonnenaufgang begann wieder eine länger anhaltende Phase von Aschefreisetzungen, die während den Vormittagsstunden sogar den Flugverkehr am internationalen Flughafen von Catania beeinträchtigte. An den übrigen Gipfelkratern waren in der vergangenen Woche die gewohnten Gasemissionen erkennbar, die an der Bocca Nuova am stärksten wirkten.

Dieses Webcam-Foto vom heutigen Morgen zeigt die Ascheemissionen aus dem Sattelschlot des Südostkraterkomplexes von Milo (Ostflanke) aus. Der Wind treibt die mehrere hundert Meter über dem Krater empor steigende Aschewolke rasch nach Süden. Rechts davon kann man den Zentralkraterkegel (Voragine) und den Nordostkrater erkennen, die kaum sichtbar Gas emittieren:
Emission von brauner Asche aus dem Sattelschlot des Südostkraterkomplexes
Foto vom 23.10.2019, 07:57 Uhr: Milo-Webcam des INGV

Das INGV berichtete, dass die strombolianische Aktivität auf dem Kraterboden des Nordostkraters zwischen dem 12.10. und 18.10. weiterhin andauerte. Am Intrakraterkegel der Voragine kam es dagegen lediglich zu Gasemissionen [1].

Die Auswertung der GPS-Stationen über den Zeitraum vom 12.10. bis 18.10. ergab im Vergleich zur Vorwoche kaum Veränderungen [1].

Die Infraschallaktivität war zwischen dem 12.10. und 18.10. ähnlich niedrig, wie in der Vorwoche. Allerdings wurden die Messungen durch starken Wind beeinträchtigt. Quelle der Aktivität war überwiegend der Südostkraterkomplex und nur untergeordnet der Nordostkrater [1].

Im Zeitraum vom 12.10. bis 18.10. gingen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche leicht zurück. Die Messwerte lagen trotzdem noch oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum gingen auch die Chlorwasserstoffemissionen gegenüber der letzten Messung etwas zurück Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) gingen zwischen dem 12.10. und 18.10. weiter zurück. Die Konzentration der Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die am 18. Oktober bestimmt wurde, ergab einen niedrigeren Messwert, als bei der letzten Untersuchung [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) waren in der letzten Woche weiterhin von leichtem Rauschen dominiert, das alle übrigen Signale überlagerte. Das Rauschen wurde durch erhöhten Tremor generiert. Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche nach wie vor auf mittlerem Niveau, erreichte jedoch am 19.10. während einem rapiden aber nur sehr kurz andauernden Anstieg, vorübergehend knapp hohes Niveau [2].
Zwischen dem 12.10. und 18.10.2020 befand sich die Quelle des Tremors unter dem Neuen Südostkrater auf einer Höhe von etwa 2900 - 3000 m [1].

Zwischen dem 12.10 und 18.10. kam es im Bereich des Zentralkraters zu mehreren schwachen Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.7 hatte. Zwischen dem 18.10. und dem 20.10. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einigen Erdstößen, die Magnituden von bis zu 2.0 erreichten. Am 19.10. wurde westlich des Monte Frumento Supino (Südflanke) ein Beben der Stärke 2.1 gemessen. Am 19.10. kam es am Monte Palestra (Südwestflanke) zu zwei Beben die Magnituden von 1.6 bzw. 1.9 erreichten. Am 22.10. ereignete sich im Raum Monte Minardo - Contrada Feliciosa (Westflanke) eine kleine Erdbebenserie. Die meisten Beben hatten dabei Stärken um 2.0 und das Stärkste hatte eine Magnitude von 2.2. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe von 19 - 23 Kilometer. Am 23.10. wurden im Bereich des Zentralkraters zwei Beben mit Magnituden von 1.8 bzw. 2.0 registriert [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2020. Etna - Bollettino settimanale, 12/10/2020 - 18/10/2020
  2. INGV-Sezione di Catania. 2020. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2020.

16. Oktober 2020

In der letzten Woche war die strombolianische Aktivität am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes gegenüber den Vorwochen reduziert. Unterdessen wurde berichtet, dass sich auf dem Boden des Nordostkraters vier aktive Schlote befinden.

Schlechtes Wetter mit erstem Schnee, sowie der Ausfall verschiedener Webcams behinderten in der letzten Woche die Beobachtung der Gipfelkrater. In den wolkenfreien Stunden konnte ich zum Teil länger andauernde Ascheemissionen aus dem Sattelschlot des Südostkraterkomplexes erkennen. So kam es z.B. während den Morgenstunden des 14. Oktober zu anhaltender Freisetzung von dunkler Asche. Die lange Aschefahne wurde dabei von kräftigem Wind nach Osten in das Valle del Bove gedrückt. In den Nächten zeigten sich an dem Schlot meist nur schwache strombolianische Explosionen. An den übrigen Gipfelkratern kam es weiterhin zu den gewohnten Gasemissionen, die zeitweise kräftig wirkten, was sich aber wohl auf erhöhte Luftfeuchtigkeit zurückführen lässt.

Dieses Webcam-Foto, das am Morgen des 14. Oktober aufgenommen wurde, zeigt anhaltende Emission von dunkler Asche aus dem Sattelschlot des Südostkraterkomplexes:
Anhaltende Ascheemissionen am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes
Foto vom 14.10.2020, 07:24 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Wie das INGV berichtet konnte am 09. Oktober die Aktivität im Nordostkrater mittels Drohne beobachtet werden. Dabei wurden drei Schlackekegel auf dem Kraterboden des Nordostkraters gefilmt, die Durchmesser von ca. 30 - 40 m hatten und bis zu 10 m hoch waren. An insgesamt vier Öffnungen kam es zu strombolianischer Aktivität mit Schlackenwurf. Wärmebildaufnahmen zeigten außerdem zahlreiche Fumarolen auf dem Kraterboden. An der Voragine konnte dagegen nur Gasemission, die selten von schwacher Aschefreisetzung begleitet war, beobachtet werden. An der Bocca Nuova kam es lediglich zu Gasemissionen [1].

Die Auswertung der GPS-Stationen über den Zeitraum vom 05.10. bis 11.10. ergab im Vergleich zur Vorwoche nur wenig Veränderungen. Bei den klinometrischen Daten kam es am 07.10. an einigen Überwachungsstationen zu einer kleinen Veränderung, die an der Station Pizzi Deneri mit einem Mikroradiant am stärksten war [1].

Die Infraschallaktivität blieb zwischen dem 05.10. und 11.10. niedrig. Quelle der Aktivität war überwiegend der Nordostkrater [1].

Im Zeitraum vom 05.10. bis 11.10. blieben die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Messwerte lagen oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) fielen zwischen dem 05.10. und 11.10. auf niedriges Niveau [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) waren in der letzten Woche weiterhin von leichtem Rauschen dominiert, das alle übrigen Signale überlagerte. Das Rauschen wurde durch erhöhten Tremor generiert.
Der Tremor bewegte sich in der vergangenen Woche weiterhin auf mittlerem Niveau und unterlag nur leichten Schwankungen [2].
Zwischen dem 05.10. und 11.10.2020 befand sich die Quelle des Tremors unter dem Neuen Südostkrater auf einer Höhe von etwa 2900 - 3000 m [1].

Zwischen dem 09.10. und 10.10. kam es am Pizzi Deneri (Nordostflanke) zu mehreren schwachen Erdbeben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.7 hatte. Am 09.10. wurde im Bereich der Grotta del Gelo (Nordflanke) ein Beben der Stärke 1.6 gemessen. Am 12.10. kam es am Monte Collabasso (Nordflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2020. Etna - Bollettino settimanale, 05/10/2020 - 11/10/2020
  2. INGV-Sezione di Catania. 2020. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2020.

09. Oktober 2020

Vergangene Woche kam es am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes weiterhin zu kurzen Phasen von stärkerer strombolianischer Aktivität und zu Ascheemissionen. Die seismische Aktivität blieb erhöht und der Tremor schwankte auf mittlerem Niveau.

In der letzten Woche setzte sich am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes der Wechsel zwischen längeren Phasen milder strombolianischer Aktvität und kurzen Phasen kräftiger strombolianischer Explosionen fort. Während den stärkeren strombolianischen Explosionen wurde das glühende pyroklastische Material bis zu 100 m hoch geschleudert und regnete häufig auf die obere südliche Flanke des Südostkraterkomplexes herab. Manchmal erreichten auch einige glühende Bomben die südliche Basis des Südostkraterkomplexes. Die Explosionen erfolgten dabei aus zwei unterschiedlichen Öffnungen. Eine die mehr westlich und eine andere, die mehr östlich gelegen war. Am Tage waren immer wieder teils längere Phasen von dunklen Ascheemissionen erkennbar. Sie traten meist in Zusammenhang mit verstärkter strombolianischer Aktivität auf.
An den übrigen Gipfelkratern konnte ich in der letzten Woche lediglich die gewohnten Gasemissionen erkennen. Diese waren an der Bocca Nuova am stärksten und anhaltend. An der Voragine wurde pulsartig verstärkt Gas emittiert, das manchmal auch mit geringen Mengen bräunlicher Asche durchsetzt war. Am Nordostkrater konnte ich nur geringe Gasemission erkennen.

Die Auswertung der GPS-Stationen über den Zeitraum vom 28.09. bis 04.10. ergab im Gipfelbereich (Stationen Pizzi Deneri - Punta Lucia - Cratere del Piano) eine Fortdauer der Expansion. An der Station Monte Fontane (Ostflanke) konnte am 29. September eine Verlagerung nach Osten um 5 cm gemessen werden [1].

Die Infraschallaktivität war zwischen dem 28.09. und 04.10. niedrig. Quelle der Aktivität war überwiegend der Südostkraterkomplex [1].

Im Zeitraum vom 28.09. bis 04.10. blieben die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Messwerte lagen oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Die Messwerte für Chlorwasserstoff gingen im gleichen Zeitraum etwas zurück. Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) bewegten sich zwischen dem 28.09. und 04.10. auf mittlerem Niveau [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) waren in der letzten Woche weiterhin von leichtem Rauschen dominiert, das alle übrigen Signale überlagerte und durch erhöhten Tremor verursacht wurde. Der Tremor schwankte in der letzten Woche auf mittlerem Niveau und erreichte zweimal auch für kurze Zeit knapp hohes Niveau [2].
Zwischen dem 28.09. und 04.10.2020 befand sich die Quelle des Tremors unter dem Neuen Südostkrater auf einer Höhe von etwa 2900 - 3000 m [1].

Am 03.10. ereignete sich westlich Contrada Feliciosa (Westflanke) ein Beben der Stärke 1.8. Am 04.10. kam es nordwestlich des Monte Denza (Südwestflanke) zu einem Beben der Stärke 1.7. Am 04.10. kam es nordwestlich des Rifugio Sapienza (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Zwischen dem 05.10. und dem 07.10. ereigneten sich im Bereich des Zentralkraters immer wieder Erdbeben. Die stärksten hatten Magnituden von 2.3 und 2.9. Am 07.10. wurde im Piano Pernicana (Nordostflanke) ein Beben der Stärke 2.9 registriert. Am 08.10. kam es südlich des Pizzi Deneri (Nordostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2020. Etna - Bollettino settimanale, 28/09/2020 - 04/10/2020
  2. INGV-Sezione di Catania. 2020. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2020.

02. Oktober 2020

Während der Sattelschlot des Südostkraterkomplexes seine strombolianische Tätigkeit mit schwankender Intensität fortsetzte, kam es an der Pernicana-Verwerfung zu einer seismischen Krise, die von einer Verschiebung der Ostflanke des Ätna begleitet war.

Am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes kam es in der letzten Woche weiterhin zu einem Wechsel von längeren Phasen milder strombolianischer Aktivität, mit kürzeren Phasen kräftiger strombolianischer Explosionen. Es gab auch wieder Episoden längerer Ascheemissionen, so z.B. am 26. September als sich eine mehrere Kilometer hohe Aschesäule entwickelte. Bei den kräftigen strombolianischen Explosionen wurde glühendes Material bis zu 100 m hoch geschleudert und regnete meist auf die unmittelbare Umgebung des Schlots herab. Einige glühende Bomben gingen aber auch wieder auf der oberen südlichen Flanke des Südostkraterkegels nieder.
An den übrigen Gipfelkratern konnte ich lediglich die gewohnten Gasemissionen beobachten.

Am 25. und 26. September wurden die Gipfelkrater von INGV-Personal besucht. Dabei wurden folgende Beobachtungen gemacht:
Am Intrakraterkegel der Voragine kommt es zu sporadischen Ascheemissionen. An den beiden Kollapskrater der Bocca Nuova, die sich im April bzw. September gebildet haben, kommt es zu Gasemissionen veränderlicher Intensität. Der Kollapskrater vom September hat sich vergrößert. Im Nordostkrater dauert die milde strombolianische Aktivität weiter an [1].

Die Auswertung der GPS-Stationen über den Zeitraum vom 21.09. bis 27.09.2020 zeigte an den Stationen Pizzi Deneri, Punta Lucia und Cratere del Piano eine Fortdauer der Expansion des Vulkangebäudes. Während der seismischen Krise an der Pernicana-Verwerfung, am 27. und 28. September konnte an vielen Stationen der unteren und mittleren Ostflanke eine deutliche Verschiebung (bis zu 10 cm) der Flanke nach Osten gemessen werden [1].

Die Infraschallaktivität war zwischen dem 21.09. und 27.09. relativ niedrig. Quelle der Aktivität war überwiegend der Südostkraterkomplex [1].

Im Zeitraum vom 21.09. bis 27.09. stiegen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater an. Die Messwerte lagen oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Auch die Messwerte für Chlorwasserstoff stiegen im gleichen Zeitraum an. Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) gingen zwischen dem 21.09. und 27.09. zurück und bewegten sich auf niedrigem Niveau. Die jüngste Messung zur Freisetzung von Heliumisotope (3He/4He - Verhältnis) im Ätna-Gebiet, die am 22. September durchgeführt wurde ergab einen etwas höheren Wert als bei der letzten Messung [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) waren in der letzten Woche weiterhin von leichtem Rauschen dominiert, das alle übrigen Signale überlagerte. Das Rauschen wurde durch erhöhten Tremor generiert. Der Tremor schwankte in der vergangenen Woche weiterhin auf mittlerem Niveau, wobei sich während den letzten beiden Tagen mehrmals kurze Phasen höherer Intensität ereigneten, die knapp hohes Niveau erreichten. Zwischen dem 21.09. und 27.09.2020 befand sich die Quelle des Tremors unter dem Neuen Südostkrater auf einer Höhe von etwa 2900 - 3000 m [2].

Vom 27.09. bis 28.09. kam es im Piano Pernicana (Nordostflanke) zu einer ausgeprägten Erdbebenserie. Die stärksten Erschütterungen dieser seismischen Krise hatten Magnituden zwischen 2.8 und 3.2. Es gab aber auch zahlreiche deutliche schwächere Beben. Die Hypozentren der Beben lagen nahe der Erdoberfläche. Am 27.09. kam es im Raum Randazzo (Nordwestflanke) zu zwei Beben die Magnituden von 1.6 bzw. 1.8 erreichten. Zwischen dem 27.09. und 30.09. ereigneten sich im Bereich des Zentralkraters einige sehr leichte Erdbeben. Am 27.09. kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einem Erdbeben der Stärke 1.5. Am 28.09. wurde westlich von Bronte (Nordwestflanke) ein Beben der Stärke 3.1 registriert. Am 29.09. kam es am Monte Frumento Supino (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.8. Zwischen dem 01.10. und 02.10. ereigneten sich im Piano Pernicana weitere Erdbeben, die Magnituden bis zu 2.2 erreichten [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2020. Etna - Bollettino settimanale, 21/09/2020 - 27/09/2020
  2. INGV-Sezione di Catania. 2020. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2020.


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