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Ätna Update (13.10. - 24.11.2017)

Dampfender Ätna

Aktuelle Informationen über die Tätigkeit des Vulkans


In Abhängigkeit von der Aktivität des Ätna, berichte ich hier in mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit über die neuesten Ereignisse an diesem prächtigen Vulkan. Diese Informationen stelle ich aus diversen Quellen, wie Institute bzw. Organisationen, Websites von Vulkanologen und eigenen Beobachtungen (meist über Webcams) zusammen. Die verwendeten Quellen werden jeweils am Ende einer Nachricht genannt. Alle Uhrzeiten sind in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ). Für die Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Updates kann ich leider keine Gewähr geben. Ich versuche jedoch immer so gründlich wie möglich zu arbeiten.
Planen Sie eine Reise zum Ätna? Dann beachten Sie unbedingt meine Seite mit den Reise- und Warnhinweisen. Hier gibt es viele Tipps und nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
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24. November 2017

Während den letzten zwei Wochen kam es am Südostkraterkomplex des Ätna zu einzelnen kleinen Aschefreisetzungen. Heute wurden diese häufiger und auch etwas stärker. Der Tremor blieb jedoch niedrig und die seismische Aktivität war weiterhin leicht erhöht.

In den vergangenen Tagen kam es am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes zunächst nur zu vereinzelten Emissionen von kleineren Mengen Asche. Heute Morgen wurden diese Ascheemissionen häufiger und auch etwas intensiver. Alle paar Minuten zeigten sich kleine dunkle, meist blumenkohlförmige Aschewolken über dem Bereich des Sattelschlots. Quelle war vermutlich der nördlichste der Krater die sich am Sattelschlot während der eruptiven Aktivität im Frühjahr dieses Jahres gebildet hatten; hier wurde zuletzt berichtet, dass er offen ist, während sich alle übrigen Krater blockiert zeigten. Leider war über die Montagnola-Wärmebildkamera des INGV nur wenig zu erkennen, so dass für mich unklar blieb ob die Emissionen von heißem Material durchsetzt waren.
Ansonsten zeigte sich an den Gipfelkratern des Ätna in den letzten 14 Tagen weiterhin ruhige Gasemission. Diese war am Kollapsschlot der Voragine wieder am stärksten. Am blockierten Nordostkrater wurde nach wie vor wenig Gas emittiert. An der Bocca Nuova konzentrierten sich die Gasemissionen auf den nordwestlichen Kraterabschnitt wo sich ein offener Schlot befindet. Am Neuen Südostkrater wurde im Gipfelbereich etwas Gas emittiert und der Kollapskrater an seiner oberen Ostflanke zeigte in den Nächten wieder schwachen Glutschein.

Wie das INGV berichtet kam es am 14. November gegen 23:57 Uhr zu einem kleinen explosiven Ereignis am Südostkraterkomplex [2]. Quelle war vermutlich auch hier einer der Krater des Sattelschlots.

Dieses Webcam-Foto vom heutigen Morgen zeigt eine der stärkeren Ascheemissionen die heute wiederholt am Sattelschlot des Südostkraterkomplexes auftraten. Die dunklen Aschewolken steigen ca. 200 m empor bevor sie vom Wind in westliche Richtung verfrachtet werden:
Ascheemission aus dem Sattelschlot des Südostkraterkomplexes
Foto vom 24.11.17, 12:00 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater stiegen im Zeitraum vom 06.11. - 12.11. im Vergleich zur Vorwoche deutlich an. Die Spitzenemissionsraten lagen häufig oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag [1]. Vom 13.11. bis 19.11. gingen die Schwefeldioxidemissionen wieder zurück, lagen jedoch mehrfach oberhalb der Schwelle von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag 7 [2].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) zeigten in den vergangenen 14 Tagen häufig schwache langperiodische Signale. Vereinzelt waren auch wieder stärkere scharfe Signale erkennbar die Explosionssignalen glichen, vermutlich jedoch durch schwache Beben der Gipfelregion in geringer Tiefe hervorgerufen wurden. Der mittlere Tremor bewegte sich weiterhin auf niedrigem Niveau [3].

Vom 11.11. bis 16.11. kam es im Bereich der Gipfelkrater zu einer kleinen Erdbebenserie. Das stärkste Beben erreichte dabei eine Magnitude von 2.3. Die Beben lagen in geringer Tiefe (ca. 1 Km). Zwischen dem 10.11. und 11.11. wurden im Bereich des Pizzi Deneri (Nordostflanke)  einige sehr schwache Beben registriert. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 1.5. Am 12.11. wurden südwestlich von Bronte (Westflanke) mehrere Beben verzeichnet. Hier erreichte das Stärkste eine Magnitude von 2.6. Am 22.11. kam es am Monte Lepre (Westflanke) zu einem Beben der Stärke 1.8. Am 23.11. wurde am Monte Collabasso (Nordflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5 registriert [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 06/11/2017 - 12/11/2017
  2. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 13/11/2017 - 19/11/2017
  3. INGV-Sezione di Catania. 2017. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  4. INGV-Sezione di Catania. 2017. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


10. November 2017

In den vergangenen 14 Tagen blieb der Ätna relativ ruhig. Die Gasemissionen der Gipfelkrater haben nach einem deutlichen Anstieg wieder abgenommen und auch die seismische Aktivität ging etwas zurück.

Schlechtes Wetter mit Neuschnee behinderte in den vergangenen Tagen zeitweise die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Zuvor zeigten sich die gewohnten Gasemissionen. Sie waren wie immer am Kollapsschlot der Voragine am stärksten und überwiegend pulsartig. An der Bocca Nuova wurde das meiste Gas im nordwestlichen Kraterabschnitt emittiert. Am Südostkraterkomplex wurde anhaltend etwas Gas aus dem Bereich des Sattelschlots und des Gipfels des Neuen Südostkraters freigesetzt. Aus dem Kollapskrater an der oberen Ostflanke des Neuen Südostkraters stieg sporadisch etwas weißer Dampf auf.

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater stiegen im Zeitraum vom 23.10. - 29.10. im Vergleich zur Vorwoche deutlich an. Die Spitzenemissionsraten lagen häufig oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Emissionsrate für Chlorwasserstoff etwas [1]. Vom 30.10. - 05.11. gingen die Emissionsraten der Gipfelkrater für Schwefeldioxid deutlich zurück und überschritten nur noch gelegentlich die Marke von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag [2].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) zeigten in den vergangenen 14 Tagen häufig schwache langperiodische Signale.  Der mittlere Tremor bewegte sich weiterhin auf niedrigem Niveau [3].

Am 28.10. kam es am La Montagnola (Südflanke) zu mehreren sehr leichten Erdbeben. Das stärkste Beben erreichte dabei eine Magnitude von 1.5. Am 01.11. wurde im Piano Pernicana (Nordostflanke) ein Beben der Stärke 2.0 gemessen. Zwischen dem 02.11. und dem 04.11. wurden im Bereich des Zentralkraters mehrere meist sehr schwache Erdbeben registriert. Das stärkste Beben erreichte dabei allerdings eine Magnitude von 2.7. Am 05.11. wurde nördlich von Belpasso (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.5 gemessen. Am gleichen Tag kam es nordwestlich von Motta Sant'Anastasia (südlich des Ätna) zu einem Beben der Stärke 2.0. Am 09.11. wurde am Montagnola (Südflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.6 registriert [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 23/10/2017 - 29/10/2017
  2. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 30/10/2017 - 05/11/2017
  3. INGV-Sezione di Catania. 2017. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  4. INGV-Sezione di Catania. 2017. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


27. Oktober 2017

Während den vergangenen zwei Wochen hat die Aktivität des Ätna leicht zugenommen. Die Seismik blieb erhöht, an der Bocca Nuova wurden vorübergehend donnernde Geräusche gehört und die Gasemissionen haben dort zugenommen. Gestern wurde aus dem Sattelschlot des Südostkraterkomplexes ein wenig heißes Material freigesetzt.

In den letzten 14 Tagen kam es an den Gipfelkratern des Ätna weiterhin zu den üblichen Gasemissionen. Am stärksten waren sie nach wie vor am Kollapsschlot der Voragine. An der Bocca Nuova wurde anhaltend Gas aus dem nordwestlichen Kraterabschnitt emittiert. Am Südostkraterkomplex wurde das meiste Gas aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters freigesetzt. Nur während Phasen mit hoher Luftfeuchtigkeit konnte man etwas Gasfreisetzung aus dem nach wie vor blockierten Nordostkrater erkennen. Am Abend des 26. Oktobers gegen 18:54 Uhr zeigte die Montagnola-Wärmebildkamera des INGV eine kleine thermische Anomalie über dem Sattelschlot des Südostkraterkomplexes. Hierbei handelte es sich vermutlich um eine explosive Emission von heißem Material aus einem der Krater die sich im Frühjahr dieses Jahres dort gebildet hatten. Weitere Emissionen konnte ich allerdings nicht beobachten.

Dieses Foto der Montagnola-Wärmebildkamera des INGV zeigt die kleine thermische Anomalie von gestern Abend über dem Bereich des Sattelschlots:
Kleine thermische Anomalie über dem Sattelschlot
Foto vom 26.10.17, 18:54 Uhr: Wärmebild-Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Wie das INGV berichtet hörten verschiedene Guides in der Woche vom 09.10. - 15.10. donnernde Geräusche die aus der Tiefe des nordwestlichen Schlots der Bocca Nuova kamen [1]. Bei einem Besuch der Gipfelkrater durch Mitarbeiter des INGV, bei dem auch eine mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohne zum Einsatz kam, wurde am nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova verstärkte Gasemission beobachtet. Die Gasfreisetzung erfolgte unter Druck und pulsartig (ca. ein Ereignis pro Sekunde). Dabei wurden jedoch keine donnernden Geräusche gehört und auch die Umgebung des Schlots zeigte sich auf den Fotos der Wärmebildkamera relativ kühl, so dass von der Abwesenheit strombolianischer Aktivität ausgegangen werden kann. Die Morphologie des Schlots deutet darauf hin, dass der Kraterboden nach wie vor kontinuierlich absinkt was mit dem Kollaps der inneren Kraterwände einher geht. Bei dem Besuch wurde auch der Kollapsschlot der Voragine, der seit dem 07.08.2016 existiert, untersucht. Das weiterhin intensiv austretende Gas hatte dabei eine Temperatur von maximal 400°C, was in etwa dem Wert früherer Messungen entspricht [2].

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gingen im Zeitraum vom 09.10. - 15.10. im Vergleich zur Vorwoche leicht zurück. Die Spitzenemissionsraten lagen stets unterhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum gingen auch die Emissionsraten für Chlorwasserstoff etwas zurück [1]. Vom 16.10. bis 22.10. blieben die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater praktisch unverändert. Die Emissionsraten von Chlorwasserstoff stiegen dagegen leicht an [2].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) zeigten in den vergangenen 14 Tagen gelegentlich schwache langperiodische Signale, sowie einzelne kräftige Explosionssignale. Mehrfach kam es auch wieder zu Phasen von verstärktem Rauschen wie es von leichtem Tremor erzeugt wird. Der mittlere Tremor bewegte sich nach wie vor auf niedrigem Niveau [3].

Am 12.10. wurde bei Mascali (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.6 registriert. Am 17.10. kam es im Raum Santa Maria La Stella - Lavinaio (Südostflanke) zu mehreren Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 2.3 erreichte. Die Beben ereigneten sich in sehr geringer Tiefe (< 1 Km). Am 17.10. kam es auch im Gebiet des Monte Intraleo (Westflanke) zu einer kleinen Serie schwacher Erdbeben. Hier hatte das stärkste Beben eine Magnitude von 1.8. Die Tiefe der Beben wurde mit 4 - 6 Kilometern angegeben. Vom 21.10. bis 23.10. ereignete sich knapp östlich der Gipfelkrater eine kleine Serie sehr schwacher (Magnituden knapp unter 1.5) und flacher (zwischen 1 und 2 Km) Beben. Am 23.10. wurde am Monte Parmentelli (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.7 gemessen. Am 23.10. kam es westlich von Santa Maria Ammalati (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 2.1. Am gleichen Tag wurde am Monte Denza (Südflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5 registriert. An diesem Tag begann auch im Gebiet nordöstlich des Monte Centenari (Ostflanke) eine Serie schwacher Erdbeben die bis zum 26.10. andauerte. Hier erreichte das stärkste Beben eine Magnitude von 1.5. Die Hypozentren der Beben lagen dabei in ca. 6 - 7 Km Tiefe [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 09/10/2017 - 15/10/2017
  2. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 16/10/2017 - 22/10/2017
  3. INGV-Sezione di Catania. 2017. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  4. INGV-Sezione di Catania. 2017. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


13. Oktober 2017

Auch in den vergangenen 14 Tagen blieb der Ätna weiterhin relativ ruhig. Lediglich heute kam es zu einer kleinen Ascheemission am Südostkraterkomplex. Auf den Online-Seismogrammen war zeitweise leicht erhöhter Tremor erkennbar und die seismische Aktivität hat etwas zugenommen und sich vor allem auf die Nordost- und Ostflanke konzentriert.

Sehr schlechtes Wetter und der Ausfall zahlreicher Webcams verhinderten die Beobachtung des Gipfelbereichs bis zum 04. Oktober. Anschließend zeigten sich die gewohnten Gasemissionen, die am Kollapsschlot der Voragine weiterhin am stärksten waren. An der Bocca Nuova wurde anhaltend Gas aus dem nordwestlichen Kraterabschnitt emittiert und am Südostkraterkomplex wurde etwas Gas aus dem Gipfelbereich des Neuen Südostkraters freigesetzt. Auch aus dem Kollapskrater an der oberen Ostflanke des Neuen Südostkraters wurde zeitweise Gas bzw. weißer Dampf emittiert. In den Nächten zeigten lichtstarke Webcams hier wieder etwas Glutschein. Dieser wird jedoch nicht durch eruptive Aktivität sondern durch die Hitze aus der Tiefe des Schlots generiert. Heute Morgen kam es am Südostkraterkomplex zu einer kleinen Aschefreisetzung. Vermutlich wurde sie von einem der Krater emittiert die sich während der Aktivität im Frühjahr um den Sattelschlot herum gebildet hatten.

Dieses Webcam-Foto das am gestrigen frühen Morgen entstand zeigt den schwachen Glutschein am Kollapskrater des Neuen Südostkraters von Süden her. Er illuminiert die austretenden Gas- bzw. Dampfwolken rötlich:
Glutschein über dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters
Foto vom 12.10.17, 02:58:47 Uhr: Webcam des L.A.V.E. auf dem Schiena dell'Asino.

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater blieben im Zeitraum vom 25.09. - 01.10. im Vergleich zur Vorwoche praktisch unverändert. Die Spitzenemissionsraten lagen mehrfach über 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Im gleichen Zeitraum bewegten sich die Emissionsraten für Chlorwasserstoff innerhalb des üblichen Rahmens [1]. Vom 02.10. - 08.10. gingen die Schwefeldioxidemissionen im Vergleich zur Vorwoche etwas zurück und befanden sich stets unterhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag. Auch die Emissionsrate von Chlorwasserstoff ging gegenüber der Vorwoche zurück [2].

Leider waren die Online-Seismogramme bis zum 08. Oktober nicht verfügbar. Ab dem 09.10. waren auf den Online-Seismogrammen der Station ECNE (Nordostkrater) wieder gelegentliche Phasen von verstärktem Rauschen erkennbar die einige zig Minuten lang andauerten und an vulkanischen Tremor erinnerten. Langperiodische Signale traten dagegen selten auf und waren relativ schwach. Gelegentlich zeigten sich auch einige größere scharfe Signale. Hierbei handelte es sich entweder um tiefsitzende Explosionen oder kleine Beben. Der Tremor schwankte auf niedrigem Niveau [3].

Am 30.09. kam es im Raum nordöstlich von Linguaglossa (Nordostflanke) zu einer kleinen Erdbebenserie. Die stärkste Erschütterung erreichte dabei eine Magnitude von 1.8. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe von ca. 20 Kilometern. Am 01.10. kam es nordöstlich des Monte Nero (Nordostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am gleichen Tag wurde auch am Monte Parmentelli (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.6 verzeichnet. An diesem Tag ereignete sich auch noch südöstlich von Castiglione di Sicilia (Nordostflanke) ein Beben gleicher Stärke. Am 02.10. wurde nördlich von Ragalna (Südwestflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.9 gemessen. Am 07.10. kam es am Monte Denza (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.6. Am 09.10. wurde südwestlich von Linera (Südostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.6 registriert. Am gleichen Tag ereigneten sich im Raum Solicchiata - Monte Collabasso (Nordflanke) einige sehr schwache Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.7 erreichte. Diese Beben lagen in 10 - 11 Kilometern Tiefe. Am 10.10. wurde südwestlich von Pietrafucile (Nordostflanke) ein Beben der Stärke 1.5 gemessen. Am 11.10. kam es östlich des Monte Fontane (Ostflanke) ebenfalls zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.5. Am gleichen Tag wurde bei Sant'Alfio (Ostflanke) ein Beben der Stärke 1.9 registriert und bei Pietrafucile (Ostflanke) ereigneten sich mehrere Erdbeben mit Magnituden zwischen 1.5 und 1.9 [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 25/09/2017 - 01/10/2017
  2. INGV-Sezione di Catania. 2017. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 02/10/2017 - 08/10/2017
  3. INGV-Sezione di Catania. 2017. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  4. INGV-Sezione di Catania. 2017. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


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