RSSRSS-Feed

Ätna Update (05.01. - 16.02.2018)

Dampfender Ätna

Aktuelle Informationen über die Tätigkeit des Vulkans


In Abhängigkeit von der Aktivität des Ätna, berichte ich hier in mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit über die neuesten Ereignisse an diesem prächtigen Vulkan. Diese Informationen stelle ich aus diversen Quellen, wie Institute bzw. Organisationen, Websites von Vulkanologen und eigenen Beobachtungen (meist über Webcams) zusammen. Die verwendeten Quellen werden jeweils am Ende einer Nachricht genannt. Alle Uhrzeiten sind in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ). Für die Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Updates kann ich leider keine Gewähr geben. Ich versuche jedoch immer so gründlich wie möglich zu arbeiten.
Planen Sie eine Reise zum Ätna? Dann beachten Sie unbedingt meine Seite mit den Reise- und Warnhinweisen. Hier gibt es viele Tipps und nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
Unterstützung
Werbung
Wer meine Arbeit ein wenig unterstützen möchte, kann mir gerne einen kleinen Betrag über den Spenden-Button zukommen lassen.
Achtung, dabei handelt es sich jedoch nicht wirklich um eine Spende, sondern um eine freiwillige Bezahlung einer Dienstleistung. Der Betrag ist somit steuerlich nicht abzugsfähig.

16. Februar 2018

In den letzten 14 Tagen nahm die seismische Aktivität des Ätna noch etwas zu. Die sporadischen Ascheemissionen aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters dauerten an und wurden heute etwas stärker und häufiger.

Schlechtes Wetter mit Neuschnee behinderte bis zum 06. Februar die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams nahezu ständig. Anschließend besserte sich das Wetter immer mehr. Die stärksten Gasemissionen zeigten sich nach wie vor am nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova. Am Kollapskrater der Voragine war nur leichte bis mäßige Gasfreisetzung erkennbar. An den übrigen Gipfelkratern waren die Gasemissionen relativ schwach. Sporadisch kam es zu weiteren kleinen Ascheemissionen aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters. Heute verstärkten sie sich etwas und traten häufiger auf.

Auf diesem Webcam-Foto kann man eine der heutigen Ascheemissionen aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters erkennen. Sie waren etwas stärker und traten auch häufiger auf als an den Vortagen. Der Wind treibt die Aschewolke rasch in südliche Richtung:
Verstärkte Aschefreisetzung aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters
Foto vom 16.02.18, 13:48 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Wie das INGV berichtet hat sich der Kollapskrater auf dem Boden des Nordostkraters deutlich vergrößert und nach Osten ausgeweitet. Dadurch sind nun auch Teile der inneren östlichen Wände des Nordostkraters von Kollaps betroffen. Am nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova wird nach Angaben des INGV kontinuierlich heißes Gas emittiert [1].

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater nahmen im Zeitraum vom 29.01. - 04.02. im Vergleich zur Vorwoche deutlich zu. Die Spitzenemissionsraten lagen stets oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag und erreichten Spitzenwerte von bis zu 16.000 Tonnen SO2 pro Tag. Im gleichen Zeitraum stiegen auch die Emissionsraten von Chlorwasserstoff gegenüber früheren Messungen an [1]. Vom 05.02. bis 11.02. gingen die Schwefeldioxidemissionen wieder zurück, lagen jedoch weiterhin oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag und erreichten Spitzenwerte von bis zu 13.000 Tonnen pro Tag [2].

Die Infraschall-Detektion durch Instrumente des LGS zeigte in der Zeit vom 01.02. bis 08.02. Ereignisse schwacher Intensität (Schalldruck < 0.5 Pa) aus Richtung Bocca Nuova/Voragine und einzelne Ereignisse mittlerer Intensität (Schalldruck max. 1.2 Pa) aus Richtung des Südostkraterkomplexes [5]. Ein Bericht von der vergangenen Woche liegt bisher noch nicht vor, jedoch zeigte mir ein Blick auf die aktuellen Messwerte ähnliche Infraschall-Aktivität wie in der Vorwoche.

Auf den Online-Seismogrammen der Station ECNE (Nordostkrater) waren bis zum 12.02. einzelne langperiodische Signale zu sehen. Am 14.02. kam es zu einer Phase von verstärktem Rauschen, vermutlich bedingt durch erhöhten Tremor. Dieses Rauschen ging am 15.02. wieder etwas zurück. Nun waren traten die langperiodischen Signale häufiger auf und außerdem waren einige schwache Explosionssignale erkennbar. Der Tremor schwankte in den letzten 14 Tagen auf niedrigem Niveau und stieg zwischen dem 13.02. und 15.02. vorübergehend etwas an [3].

Am 02.02. wurden südlich von Randazzo (Nordwestflanke) zwei Erdbeben registriert die Magnituden von 2.2 und 2.9 erreichten. Die Hypozentren lagen in 22 - 25 Km Tiefe. Am 06.02. kam es nördlich des Case del Vescovo (Südflanke) zu einem Beben der Stärke 1.5. Am gleichen Tag wurde östlich des Monte Zoccolaro (Südostflanke) ein Erdbeben mit einer Magnitude von 1.5 registriert. An diesem Tag kam es am Monte Centenari (Ostflanke) zu einem Beben der Stärke 2.1. Am 07.02. wurde westlich von Bronte (Westflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 2.0 gemessen. Am gleichen Tag kam es südöstlich von Contrada Feliciosa (Südwestflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.6. Am 08.02. wurde am Monte Intraleo (Südwestflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.6 gemessen. Am 09.02. kam es östlich von Contrada Feliciosa zu einem Beben der Stärke 2.1. Am gleichen Tag wurde östlich von Maletto (Nordwestflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.7 registriert. Am 10.02. wurde westlich des Monte San Leo (Südflanke) ein Beben der Stärke 1.8 gemessen. Am 12.02. kam es nördlich des Monte Denza (Südflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.6. Am gleichen Tag wurde östlich des Pizzi Deneri (Nordostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5 gemessen. Am 13.02. wurde bei Pedara (Südostflanke) ein Beben mit einer Stärke von 1.8 registriert. Am 14.02. kam es im Raum Adrano (Südwestflanke) zu einer Erdbebenserie. Das stärkste Beben erreichte dabei eine Magnitude von 1.9. Die Beben lagen in ca. 14 - 22 Km Tiefe. Am 14.02. kam es außerdem westlich von Contrada Feliciosa zu einem Beben der Stärke 1.8. Am 15.02. wurde bei der Grotta del Gelo (Nordflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.9 gemessen. Am gleichen Tag kam es am Monte Spagnolo (Nordwestflanke) zu einem Beben mit einer Magnitude von 1.9. An diesem Tag wurde auch nordwestlich des Pizzi Deneri ein Beben der Stärke 2.1 registriert [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 29/01/2018 - 04/02/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 05/02/2018 - 11/02/2018
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  4. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)
  5. Laboratorio Geofisica Sperimentale. 2018. Bollettino settimanale dell’attività del vulcano Etna (1 Febbraio 2018 - 8 Febbraio 2018 2018)


02. Februar 2018

In der letzten Woche kam es weiterhin zu einzelnen sporadischen Ascheemissionen aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters. Die seismische Aktivität blieb erhöht.

Auch in der vergangenen Woche konzentrierten sich die Gasemissionen der Gipfelkrater auf den nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova. Am Kollapsschlot der Voragine wurde nur etwas Gas freigesetzt. Am Nordostkrater konnte ich zeitweise schwache Gasemission beobachten. Am Südostkraterkomplex wurde im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters anhaltend etwas Gas- bzw. Dampf emittiert. Am Kollapskrater des Neuen Südostkraters waren erneut sporadische Emissionen von grauer Asche erkennbar.

Auf diesem Webcam-Foto vom 29. Januar kann man eine kleine graue Aschewolke über der Ostflanke des Neuen Südostkraters erkennen. Sie wurde von seinem Kollapskrater freigesetzt. Solche Emissionen ereigneten sich in der vergangenen Woche mehrfach:
Aschefreisetzung aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters
Foto vom 29.01.18, 17:27 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola.

Wie das INGV berichtet wurde am 22. Januar in den Ortschaften südlich des Ätna geringfügiger Niederschlag von Asche registriert. Wegen schlechten Sichtbedingungen konnte allerdings nicht festgestellt werden aus welchem Gipfelkrater die Asche emittiert worden war [1].

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gingen im Zeitraum vom 22.01. - 28.01. im Vergleich zur Vorwoche leicht zurück. Die Spitzenemissionsraten lagen stets oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag und erreichten Spitzenwerte von bis zu 7.000 Tonnen SO2 pro Tag [1].

Die Infraschall-Detektion durch Instrumente des LGS zeigte in der Zeit vom 25.01. bis 01.02. Ereignisse schwacher Intensität (Schalldruck < 0.5 Pa) aus Richtung Bocca Nuova/Voragine und einzelne Ereignisse mittlerer bis hoher Intensität (Schalldruck > 1.2 Pa) aus Richtung des Südostkraterkomplexes. Ab dem 29.01. verstärkten sich diese Ereignisse noch etwas [4].

Seit dem 29. Januar sind die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) wieder verfügbar. Diese zeigten ein leichtes Rauschen, so dass schwache langperiodische Signale kaum erkennbar waren. Selten waren auch größere scharfe Signale zu sehen. Diese wurden entweder von schwachen lokalen Erdbeben oder von kleinen explosiven Ereignissen generiert. Der Tremor ist am 28.01. etwas gestiegen und bewegt sich seit dem auf einem Niveau das etwas höher liegt als in der Vorwoche [2].

Am 27.01. begann im Bereich des Zentralkraters eine Serie sehr schwacher Erdbeben. Diese erreichten Magnituden von bis zu 1.9 und lagen in 1 - 2 Km Tiefe. Die Serie dauerte auch am 01.02. noch an. Am 28.01. und 29.01. ereigneten sich am Monte Parmentelli (Südwestflanke) mehrere sehr schwache Erdbeben. Das Stärkste erreichte dabei eine Magnitude von 1.5. Am 28.01. wurden ebenso am Monte Intraleo (Südwestflanke) einige sehr schwache Erdbeben registriert. Auch hier wurden Magnituden von bis zu 1.5 erreicht [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 22/01/2018 - 28/01/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)
  4. Laboratorio Geofisica Sperimentale. 2018. Bollettino settimanale dell’attività del vulcano Etna (25 Gennaio - 01 Febbraio 2018)


26. Januar 2018

In den letzten 14 Tagen setzte der Ätna seinen unruhigen Schlaf fort. Neben den üblichen Gasemissionen der Gipfelkrater kam es zu einzelnen kleinen explosiven Aschefreisetzungen am Neuen Südostkrater. Die seismische Aktivität war weiterhin etwas erhöht.

Schlechtes Wetter behinderte in den vergangenen zwei Wochen zeitweise die Beobachtung der Gipfelkrater mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden zeigten sich die kräftigsten Gasemissionen im nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova. Diese waren auch meist pulsartig verstärkt. Am Kollapsschlot der Voragine wirkten die Gasfreisetzungen weiterhin relativ schwach und auch am Nordostkrater konnte ich nur zeitweise schwache Gasemission beobachten. Am Neuen Südostkrater wurde anhaltend etwas Gas aus dem Gipfelbereich emittiert. An seinem Kollapskrater an der oberen Ostflanke zeigten sich sporadisch geringe Emissionen von bräunlicher Asche und Dampf.

Wie das INGV berichtet wurden die sporadischen Ascheemissionen am Kollapskrater des Neuen Südostkraters in der Zeit zwischen dem 15. Januar und dem 21. Januar auch von donnernden Geräuschen begleitet. Diese waren an der Ost-/Nordostflanke im Gebiet des Rifugio Citelli, sowie in Ortschaften an der Ost- und Südostflanke hörbar. Auch war in den Nächten wieder schwacher Glutschein über dem Kollapskrater erkennbar [2].

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gingen im Zeitraum vom 08.01. - 14.01. im Vergleich zur Vorwoche leicht zurück. Die Spitzenemissionsraten lagen stets oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag und erreichten Spitzenwerte von bis zu 7.000 Tonnen SO2 pro Tag [1]. Vom 15.01. bis 21.01. nahmen die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater wieder zu, lagen stets oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag und erreichten Spitzenwerte von bis zu 9.000 Tonnen SO2 pro Tag [2].

Die Infraschall-Detektion durch Instrumente des LGS zeigte in der Zeit vom 11.01. bis 18.01. schwache Intensität (Schalldruck < 0.5 Pa) aus Richtung Bocca Nuova/Voragine und mittlere Intensität (Schalldruck > 1.0 Pa) aus Richtung des Südostkraterkomplexes [5]. In der Zeit vom 19.01. bis 25.01. ergab die Infraschall-Detektion überwiegend Messwerte von schwacher Intensität (Schalldruck < 0.5 Pa), sporadisch jedoch auch Werte hoher Intensität (Schalldruck bis zu 2.5 Pa) aus Richtung Bocca Nuova/Voragine [6].
Diese Werte lassen sich meiner Meinung nach zum einen auf tiefsitzende explosive Aktivität (pulsartige Gasemission) im nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova zurückführen und wurden zum anderen (in der Zeit zwischen 11.01. und 18.01.) durch explosive Gas- und Aschefreisetzungen aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters verursacht.

Leider waren die Online-Seismogramme des INGV in den vergangenen beiden Wochen nicht verfügbar. Der Tremor schwankte in den letzten 14 Tagen auf niedrigem Niveau und ging insgesamt noch etwas zurück [3].

Vom 12.01. bis 13.01. ereignete sich am Monte Zoccolaro (Südostflanke) eine kleine Erdbebenserie. Die stärkste Erschütterung wurde dabei mit einer Magnitude von 2.6 gemessen. Die Beben ereigneten sich in einer Tiefe von 4 - 6 Km. Am 14.01. kam es südöstlich von Maletto (Nordwestflanke) zu drei Erdbeben die Magnituden zwischen 2.0 und 2.5 erreichten. Am 17.01. wurde am Monte Centenari (Ostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5 gemessen. Zwischen dem 14.01. und dem 20.01. wurden am Zentralkrater des Ätna mehrere sehr schwache Beben registriert. Das Stärkste erreichte dabei eine Magnitude von 1.5. Am 20.01. kam es westlich des Monte Denza (Südwestflanke) zu zwei schwachen Beben, wobei das Stärkste mit einer Magnitude von 1.5 gemessen wurde. Am 22.01. kam es östlich des Monte Intraleo (Südwestflanke) zu einer kleinen Erdbebenserie. Die stärkste Erschütterung wurde mit einer Magnitude von 2.5 registriert. Die Hypozentren lagen in sehr geringer Tiefe. Am 23.01. ereigneten sich im Raum Piano Pernicana - Vena (Nordostflanke) mehrere Erdbeben. Das stärkste Beben wurde mit einer Magnitude von 2.4 gemessen. Die Beben lagen in sehr geringer Tiefe. Am gleichen Tag wurden bei Linguaglossa (Nordostflanke) zwei Beben registriert. Hier hatte das Stärkste eine Magnitude von 2.0. Am 24.01. kam es am Monte Intraleo zu einem Beben der Stärke 1.7. Am 25.01. ereignete sich bei Contrada Feliciosa (Südwestflanke) eine kleine Erdbebenserie. Die stärkste Erschütterung erreichte dabei eine Magnitude von 1.5. Die Hypozentren der Beben befanden sich in geringer Tiefe [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 08/01/2018 - 14/01/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 15/01/2018 - 21/01/2018
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  4. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)
  5. Laboratorio Geofisica Sperimentale. 2018. Bollettino settimanale dell’attività del vulcano Etna (11 Gennaio - 18 Gennaio 2018)
  6. Laboratorio Geofisica Sperimentale. 2018. Bollettino settimanale dell’attività del vulcano Etna (19 Gennaio - 25 Gennaio 2018)


12. Januar 2018

Auch in der vergangenen Woche verhielt sich der Ätna relativ ruhig. Am Neuen Südostkrater kam es zu einigen schwachen Ascheemissionen. Die Seismik war weiterhin leicht erhöht.

Wolken und Neuschnee behinderten in der letzten Woche zeitweise die Beobachtung der Gipfelkrater des Ätna mittels Webcams. Während den wolkenfreien Stunden war meist nur ruhige Gasfreisetzung zu sehen. Diese war am nordwestlichen Schlot der Bocca Nuova wieder am stärksten und meist pulsartig. An den übrigen Gipfelkratern wurde nur wenig Gas emittiert. Auch am Kollapsschlot der Voragine waren die Gasemissionen nach wie vor verhältnismäßig schwach. Am 06. und 07.01. kam es am Kollapskrater des Neuen Südostkraters mehrfach zu schwachen Emissionen von grauen bis braunen Wolken aus Dampf und Asche.

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater blieben im Zeitraum vom 01.01. - 07.01. im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Die Spitzenemissionsraten lagen stets oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag und erreichten Spitzenwerte von bis zu 8.000 Tonnen SO2 pro Tag [1].

Leider waren die Online-Seismogramme des INGV in der vergangenen Woche nicht verfügbar. Der Tremor schwankte weiterhin auf niedrigem Niveau [2].

Am 05.01. wurde am Monte Palestra (Südwestflanke) ein Beben der Stärke 1.6 registriert. Am 05.01. und 06.01. ereignete sich am Monte Fontane (Ostflanke) eine Serie sehr schwacher Beben. Hier erreichte das stärkste Beben eine Magnitude von 1.5. Die Hypozentren dieser Beben lagen in ca. 5 - 7 Km Tiefe. Am 07.01. kam es bei Aci Bonaccorsi (Südostflanke) zu einem Beben der Stärke 1.9. Am 09.01. wurden am Monte Intraleo (Südwestflanke) zwei Beben mit Magnituden von je 1.5 gemessen. Am 11.01. wurde am Monte Scorsone (Ostflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5 registriert [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 01/01/2018 - 07/01/2018
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


05. Januar 2018

Am Ätna begann das neue Jahr ohne Feuerwerk. Es kam weiterhin zu ruhiger Gasemission. Die seismische Aktivität war nach wie vor etwas erhöht.

In der vergangenen Woche konzentrierten sich die Gasemissionen der Gipfelkrater weiterhin auf den nordwestlichen Abschnitt der Bocca Nuova. Hier waren die Gasfreisetzungen meist pulsartig verstärkt. Am Kollapsschlot der Voragine wurde anhaltend etwas Gas emittiert, jedoch waren die Gasemissionen immer noch deutlich geringer als bis vor wenigen Wochen. Am Nordostkrater konnte ich zeitweise leichte Gasemission beobachten. Am Südostkraterkomplex setzten Fumarolen im Gipfelbereich etwas Gas frei. Aus dem Kollapskrater des Neuen Südostkraters wurde zeitweise etwas Dampf emittiert. In den Nächten zeigten lichtstarke Webcams hier leichten Glutschein aus der Tiefe des Schlots.

Die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater stiegen im Zeitraum vom 25.12. - 31.12. im Vergleich zur Vorwoche deutlich an. Die Spitzenemissionsraten lagen stets oberhalb von 5.000 Tonnen Schwefeldioxid pro Tag und erreichten Spitzenwerte von bis zu 9.000 Tonnen SO2 pro Tag [1].

Leider waren die Online-Seismogramme des INGV nur bis zum 02. Januar verfügbar. Bis zu diesem Termin waren auf den Online-Seismogrammen der Station ECNE (Nordostkrater) gelegentlich schwache langperiodische Signale erkennbar. Sporadisch zeigten sich auch kleine Explosionssignale. Der Tremor schwankte in der vergangenen Woche nach wie vor auf niedrigem Niveau [2].

Am 30.12. begann am Monte Centenari (Ostflanke) eine Serie sehr schwacher Beben die bis zum 02.01. andauerte. Das stärkste Beben hatte dabei eine Magnitude von 1.7. Die Beben lagen in 3 - 6 Km Tiefe. Am 30.12. wurde östlich der Grotta del Gelo (Nordflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5 gemessen. Am 31.12. kam es im Raum Monte Parmentelli - Monte Denza (Südwestflanke) zu mehreren leichten Beben. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 2.1. Vom 03. bis 04.01. ereigneten sich bei Contrada Feliciosa (Südwestflanke) einige schwache Beben, wobei das Stärkste mit einer Magnitude von 1.8 registriert wurde. Am 03.01. kam es am Zentralkrater zu zwei sehr leichten Beben wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.7 erreichte. Am 04.01. wurde südöstlich der Grotta del Gelo ein Beben der Stärke 1.5 gemessen. Am gleichen Tag kam es nordöstlich von Punta Lucia (Nordflanke) zu einem Beben der Stärke 1.7 [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2018. Bollettino settimanale sul monitoraggio vulcanico, geochimico e sismico del vulcano Etna, 18/12/2017 - 24/12/2017
  2. INGV-Sezione di Catania. 2018. Home. TREMORE VULCANICO. EMFS
  3. INGV-Sezione di Catania. 2018. Monitoraggio sismico e vulcanico. TERREMOTI RECENTI. Monitoraggio sismico delle aree vulcaniche della Sicilia orientale (Etna ed Isole Eolie)


Zu den früheren Updates...

Eine Übersicht aller Updates finden Sie im Archiv.

Counter
(Besucher seit dem 01.03.2005)