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Ätna Update (02.04. - 09.04.2021)

Dampfender Ätna

Aktuelle Informationen über die Tätigkeit des Vulkans


In Abhängigkeit von der Aktivität des Ätna, berichte ich hier in mehr oder weniger großer Regelmäßigkeit über die neuesten Ereignisse an diesem prächtigen Vulkan. Diese Informationen stelle ich aus diversen Quellen, wie Institute bzw. Organisationen, Websites von Vulkanologen und eigenen Beobachtungen (meist über Webcams) zusammen. Die verwendeten Quellen werden jeweils am Ende einer Nachricht genannt. Alle Uhrzeiten sind in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ). Für die Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Updates kann ich leider keine Gewähr geben. Ich versuche jedoch immer so gründlich wie möglich zu arbeiten.
Planen Sie eine Reise zum Ätna? Dann beachten Sie unbedingt meine Seite mit den Reise- und Warnhinweisen. Hier gibt es viele Tipps und nützliche Links zum Thema Buchung, Anreise, Unterkunft und insbesondere zum Wandern auf dem Ätna, aber auch wichtige Informationen über die Gefahren.
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09. April 2021

Während der letzten Woche blieb der Ätna ruhig und zum ersten Mal seit längerer Zeit ereignete sich kein neuer Paroxysmus mehr. Der Tremor blieb niedrig und auch die seismische Aktivität war niedrig.

In der vergangenen Woche kam es zu einzelnen Ascheemissionen aus der Voragine. Über der Bocca Nuova konnte man sporadischen Glutschein erkennen, was für eine Fortsetzung der strombolianischen Aktivität spricht. Allerdings nahm die Intensität des Glutscheins im Laufe der Woche deutlich ab. Am Tage waren über Bocca Nuova und Voragine die üblichen Gasemissionen erkennbar. Am Nordostkrater konnte ich anhaltende und pulsartig verstärkte Gasemission beobachten. Der Südostkraterkomplex setzte im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters anhaltend Gas frei. Zahlreiche Fumarolen entlang der inneren westlichen Wand des großen zentralen Kraters (ehemals Sattelschlot) emittierten ebenfalls anhaltend Gas bzw. Dampf. Auf der Montagnola-Wärmebildkamera des INGV war dort auch Emission von Hitze erkennbar. Ansonsten zeigte sich der Südostkraterkomplex sehr ruhig.

Zu dem Paroxysmus vom 01. April hat das INGV weitere Daten veröffentlicht:
Die Eruptionssäule erreichte eine Höhe von 9 Km und bewegte sich in Richtung Süd/Südwest. Ascheregen wurde u.a. aus Nicolosi und Catania gemeldet. Lapilli mit Durchmesser bis 1 cm fielen am Rifugio Sapienza. Der längste Arm des Lavastroms, der sich in das Valle del Bove ergoss, war bis zu 3,3 Km lang, erreichte ca. 1820 m hohes Gelände und kam südwestlich des Monte Centenari zum Stillstand. Dabei überquerte er den unteren Abschnitt der alten Felsen der Serra Giannicola Grande. Ein anderer Arm floss östlich des Monte Barbagallo nach Südosten und bog etwas oberhalb des Cisternazza nach Osten in das Valle del Bove ab, wo er südlich der Serra Giannicola Grande in Richtung des südwestlichen Talbodens strömte. Das Volumen des Lavastroms betrug 1.4 m3. Während dieser Strom von den Schloten an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes genährt wurde, ergoss sich ein anderer Strom aus der Bresche in der südwestlichen Flanke des Südostkraterkomplexes in südwestliche Richtung. Ein Teilstrom bewegte sich dann zwischen Monte Frumento Supino und Monte Barbagallo nach Süden und ein anderer oberhalb des Monte Frumento Supino in Richtung Süd/Südwest [1].

Das INGV hat auch die Lava der letzten drei paroxysmalen Phasen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass auch diese Lava nicht mehr so primitiv wie die Lava war, die während den ersten paroxysmalen Phasen der aktuellen Serie (ab 16. Februar) eruptiert wurde. Sie war dagegen vergleichbar mit der Lava, die zwischen April und November 2020 vom Südostkrater freigesetzt wurde. Dies bedeutet, dass die zuletzt eruptierte Lava nicht mehr so frisch war bzw. nicht aus so großer Tiefe kam und wohl schon länger gespeichert wurde [1].

Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum vom 29.03. bis 04.04. keine Veränderungen [1].
Die Auswertung der klinometrischen Daten ergab im Zeitraum zwischen dem 28.03. und 04.04. moderate Neigungsänderungen während dem Paroxysmus vom 01. April [1].

Die Messung der Infraschallaktivität zeigte zwischen dem 29.03. und 04.04., abgesehen von der paroxysmalen Phase des Südostkraters am 01. April, niedrige Werte. Die Ereignisse wurden von Nordostkrater und Bocca Nuova generiert [1].

Im Zeitraum vom 29.03. bis 04.04. blieben die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater gegenüber der Vorwoche unverändert. Die Messwerte hielten sich auf mittlerem Niveau.
Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) blieben im gleichen Zeitraum praktisch unverändert und bewegten sich auf mittlerem Niveau [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) zeigten in der letzten Woche zahlreiche Ereignisse. Neben einigen langperiodischen Signalen traten viele Signale auf, die eher wie schwache seismische Ereignisse aussahen. Ihre Intensität nahm im Laufe der Woche etwas ab.
Der Tremor schwankte in der vergangenen Woche zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Heute verstärkte er sich vorübergehend und erreichte den höchsten Wert der letzten Tage [2].

Am 02.04. wurde bei Moio Alcantara (Nordflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5 gemessen. Zwischen dem 03.04. und 09.04. kam es im Bereich des Zentralkraters zu mehreren sehr schwachen Beben, wobei das Stärkste eine Magnitude von 1.5 hatte [3].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2021. Etna - Bollettino settimanale, 29/03/2021 - 04/04/2021
  2. INGV-Sezione di Catania. 2021. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  3. INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2021.


02. April 2021

In der letzten Woche hat sich ein weiterer Paroxysmus am Südostkraterkomplex ereignet. Er dauerte ungewöhnlich lange und außerdem öffneten sich neue effusive Schlote an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes. Lava wurde nach Südwesten und in Form von zwei Strömen in das Valle del Bove emittiert.

In der vergangenen Woche kam es immer wieder zu Aschefreisetzungen aus Voragine und Bocca Nuova. Dabei handelte es sich um bräunliche Aschepilze, die manchmal auch heißes Material enthielten. Sie wurden von strombolianischen Explosionen verursacht, deren Glutschein man nachts beobachten konnte.
Der Südostkraterkomplex blieb zunächst sehr ruhig. Am Abend des 30. März zeigten sich dann nach Sonnenuntergang strombolianische Explosionen im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters. Einige waren kräftig und schleuderten glühendes Material auf die östliche Flanke des neuen Südostkraterkegels. Während der Nacht auf den 31. März schwächte sich diese Aktivität aber wieder ab.
Am Abend des 31. März zeigte sich mit zunehmender Dunkelheit ab ca. 19:45 Uhr pulsierender Glutschein an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes. Bereits gegen 17:15 Uhr hatte die Montagnola-Wärmebildkamera des INGV einen schmalen Lavastrom aufgezeichnet, der diesen Bereich in östliche Richtung verlies und nordöstlich des Monte Barbagallo auftauchte. Videoaufnahmen in sozialen Medien zeigten einen effusiven Schlot als Verursacher, der relativ dünnflüssige Lava unter leichtem Schlackewurf freisetzte. Wie das INGV berichtete war dieser Schlot bereits seit 10:30 Uhr aktiv [2].
Der Lavastrom aus diesem Schlot verstärkte sich im Laufe des Abends und kam weiter in Richtung der steilen westlichen Wand des Valle del Bove voran. Gegen 20:00 Uhr waren dann auch wieder strombolianische Explosionen im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters erkennbar. Einhergehend mit einer allmählichen Steigerung des Tremors, der ab ca. 21:00 Uhr hohes Niveau erreichte, intensivierten sich auch die strombolianischen Explosionen. Nahezu ständig regnete nun glühendes pyroklastisches Material auf die südöstliche Flanke des Neuen Südostkraterkegels herab. Dabei wurde auch eine Eruptionssäule aus Gas und Asche generiert, die vom Wind in südliche Richtung getrieben wurde. Gegen 22:00 Uhr begann der Lavastrom, der sich entlang der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes nach Ost/Südost bewegte, der steilen westlichen Wand des Valle del Bove hinab zu strömen und streifte dabei die alten Felsen der Serra Giannicola Grande. Inzwischen war über einen Livestream erkennbar, dass sich weitere effusive Schlote an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes geöffnet hatten. Sie waren entlang einer von West nach Ost streichenden Linie aufgereiht und generierten mehrere zig Meter hohen Schlackewurf. Die relativ dünnflüssige Lava, die aus den vier bis fünf Öffnungen quoll, begann nun allmählich den bereits nach Osten fließenden Lavastrom zu verstärken. Einige Zungen dieses Stroms schlugen im Laufe der Nacht einen mehr südlichen Kurs ein und bewegten sich über die Lava vom März 2017 hinweg in Richtung der Aschefelder östlich des Monte Barbagallo.
Begleitet von einem weiteren Anstieg des Tremors gingen die anhaltenden strombolianischen Explosionen im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters ab ca. 01:00 Uhr in pulsierende Lavafontänen über, die ca. 400 - 500 m hoch waren. Die Eruptionssäule wurde vom Wind in Richtung Süd/Südwest getrieben, erreichte eine Höhe von bis zu 9000 m und sorgte für eine Sperrung des Luftraums und Behinderungen am Flughafen von Catania. Gegen 03:30 Uhr begann dann auch Lava aus der Bresche in der Ostflanke des Neuen Südostkraters zu strömen. Der Lavastrom war jedoch längst nicht so gut genährt, wie bei früheren paroxysmalen Phasen und kam nur langsam Hang abwärts voran. Ab 04:30 Uhr tauchte dann die Front eines weiteren Lavastroms im Gebiet nordwestlich des Monte Barbagallo auf. Dieser Lavastrom schlug einen südwestlichen Kurs ein und wurde vermutlich aus der Bresche in der südwestlichen Flanke des Südostkraterkomplexes genährt.
Auch bei Sonnenaufgang, gegen 06:30 Uhr war die Eruption immer noch voll im Gange und der Tremor nach wie vor langsam am Steigen. Er erreichte seinen Höhepunkt gegen 08:00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war die Front des Lavastroms, der aus der Bresche an der Ostflanke des Neuen Südostkraters freigesetzt wurde, auf ca. 2600 m hohem Gelände unterwegs und hatte das Valle del Bove immer noch nicht erreicht. Der deutlich besser genährte Strom aus der südlichen Basis, der sich in östliche bis südöstliche Richtung ergoss war zu diesem Zeitpunkt bereits im westlichen Abschnitt des Valle del Bove auf etwa 2000 m Höhe angelangt. Der Lavastrom, der sich in südwestliche Richtung bewegte, hatte ca. 2600 m hohes Gelände erreicht. Immer noch ging Ascheregen auf die Ortschaften an der Südflanke des Ätna, wie z.B. Nicolosi nieder. Aus dem Gebiet des Rifugio Sapienza wurde am Morgen von Lapilliregen berichtet. Gegen 10:00 Uhr hörten die Lavafontänen dann auf, aber es kam noch zu kräftigen Explosionen im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters, die weiterhin dunkle Aschewolken generierten. Auch die Lavaströme wurden noch für einige Stunden weiter genährt, kamen aber nur noch langsam voran.
Der Lavastrom aus der Ostflanke des Neuen Südostkraters kam gegen 17:00 Uhr zum Stillstand. Der Lavastrom, der in südwestliche Richtung unterwegs war zeigte sich bereits ab ca. 11:00 Uhr inaktiv. Dagegen wurde der Lavastrom, der sich entlang der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes nach Ost/Südost bewegte auch am Nachmittag noch genährt. Am Abend, bei Sonnenuntergang waren die effusiven Schlote an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes immer noch aktiv. Der Lavastrom war jedoch nicht mehr gut genährt, aber immer noch aktiv. Ein Teilstrom, der einen südlichen Kurs einschlug und sich vermutlich entlang des südlichsten Lavastroms vom März 2017 bewegte, erreichte gegen 19:30 Uhr den westlichen Rand vom Valle del Bove. Seine Front kam anschließend aber nur noch wenige Meter voran. Immer wieder brachen nun an der Front glühende Lavabrocken ab und rollten dem steilen Hang südlich der Serra Giannicola Grande hinab.
Auch während der ganzen Nacht auf den 02. April blieben die effusiven Schlote an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes noch leicht aktiv und förderten etwas Lava. So blieb der südlichste Teilstrom weiterhin aktiv und seine Front stagnierte am Rand vom Valle del Bove. Am Tage zeigte sich der Neue Südostkrater abgesehen von anhaltender Gasemission aus seinem Gipfelbereich inaktiv. Auch an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes stieg Gas auf und über die Montagnola-Wärmebildkamera des INGV waren am Morgen noch einige thermische Anomalien im Gebiet östlich des Monte Barbagallo erkennbar. Der Lavastrom wurde somit immer noch schwach genährt. Später zogen Wolken auf und am Nachmittag zeigte sich auch dieser letzte Lavastrom inaktiv. Der Tremor war inzwischen auf niedriges Niveau gefallen.

Dieses Webcam-Foto zeigt neben den strombolianischen Explosionen im Gipfelbereich des Neuen Südostkraters auch starken Glutschein und kräftige Gasemission an seiner südlichen Basis (teilweise verdeckt durch den Monte Barbagallo). Diese stammt von neuen effusiven Schloten, die einen Lavastrom in östliche Richtung (rechte Bildhälfte) freisetzen:
Strombolianische Explosionen im Neuen Südostkrater und Glutschein an südlicher Basis
Foto vom 01.04.2021, 00:15 Uhr: Webcam des INGV auf dem La Montagnola

Auf diesem Wärmebildfoto, das am Morgen des 01. April von der Ost-/Nordostflanke aus aufgenommen wurde, kann man in der linken Bildhälfte den Lavastrom erkennen, der von den effusiven Schloten an der südlichen Basis des Südostkraterkomplexes freigesetzt wird. Rechts davon der relativ kurze Lavastrom aus der Bresche in der östlichen Flanke des Neuen Südostkraters und darüber die Lavafontäne aus dem Krater:
Die beiden Lavaströme an der westlichen Wand des Valle del Bove währen dem 17. Paroxysmus
Foto vom 01.04.2021, 09:03 Uhr: Wärmebildkamera des INGV auf dem Monte Cagliato.

Am Abend des 01. April erreicht ein Teilstrom (linke Bildhälfte) des von der südlichen Basis kommenden Lavastroms den Rand vom Valle del Bove im Gebiet südlich der Serra Gianiccola Grande. Der Hauptstrom, der bis hinunter auf die westliche Talsohle des Valle del Bove strömt, wird zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr so gut genährt (rechte Bildhälfte):
Teilstrom, sowie Hauptlavastrom aus südlicher Basis des Südostkraterkomplexes
Foto vom 01.04.2021, 20:20:47 Uhr: Webcam des L.A.V.E. auf dem Schiena dell'Asino.

Hier noch einige Daten zu dem Paroxysmus vom 24. März, die das INGV inzwischen veröffentlicht hat:
Die Eruptionssäule erreichte eine Höhe von 6 - 7 Km und bewegte sich in südöstliche Richtung. Ascheregen wurde bis nach Catania verzeichnet. Der längste Lavastrom, der sich in das Valle del Bove ergoss erreichte ca. 1900 m hohes Gelände und kam knapp westlich des Monte Centenari zum Stillstand. Das Volumen des Lavastroms betrug 1.6 m3 [1].

Am 29. März wurde der Bereich des Südostkraterkomplexes von INGV-Personal besucht. Dabei kam auch eine Drohne zum Einsatz. Diese dokumentierte eine Fraktur entlang des oberen südlichen Abschnitts des Kegels. Die Fraktur verläuft von West nach Ost nahezu parallel zum Kraterrand, ist ca. 220 m lang und ihre Breite variiert zwischen 20-30 cm und 100 cm. Die Fraktur wir von einer zweiten Fraktur-Gruppe geschnitten, die senkrecht dazu verläuft. Die Frakturen setzen Hitze frei und besitzen Fumarolen. Es gibt auch Schwefelablagerungen [1].

Die Daten der GPS-Stationen zeigten im Zeitraum vom 22.03. bis 28.03. dass der Deflationsvorgang, der seit dem Beginn der Serie paroxysmaler Phasen andauerte, zum Stillstand gekommen ist [1].
Die Auswertung der klinometrischen Daten ergab im Zeitraum zwischen dem 22.03. und 28.03. eine Neigungsänderungen während der paroxysmalen Phase vom 24. März. Am stärksten war sie mit 2 Mikroradiant an der Station ECPN (Cratere del Piano) [1].

Die Messung der Infraschallaktivität war zwischen dem 22.03. und 28.03. zunächst auf Grund des schlechten Wetters gestört. Dies betraf auch den Paroxysmus vom 24. März. Anschließend wurden relativ wenige Ereignisse aufgezeichnet. Quelle waren Bocca Nuova, Voragine und Nordostkrater [1].

Im Zeitraum vom 22.03. bis 28.03. haben sich die Schwefeldioxidemissionen der Gipfelkrater auf mittlerem Niveau stabilisiert. Während der Phase der Freisetzung von Lavafontänen wurden hohe Werte erreicht.
Im gleichen Zeitraum blieben die Chlorwasserstoffemissionen gegenüber der letzten Messung unverändert und bewegten sich auf mittlerem Niveau. Die Boden-Kohlendioxid-Emissionen (Station ETNAGAS) waren zwischen dem 22.03. und 28.03. gegenüber der Vorwoche unverändert und bewegten sich auf unterem mittlerem Niveau [1].

Die Online-Seismogramme der Station ECNE (Nordostkrater) waren in der letzten Woche während der paroxysmalen Phase durch hohen Tremor überlagert. Ansonsten waren einige langperiodische Signale erkennbar. Auch zeigten sich wieder verschiedene kleinere Erschütterungen (vermutlich von leichten Erdbeben oder Steinschlag/Rutschungen).
Der Tremor bewegte sich bis zum 31. März zwischen niedrigem und mittlerem Niveau. Dann begann er im Laufe des Tages langsam zu steigen. Am Abend beschleunigte sich zwar der Anstieg, er war jedoch nicht so rapide, wie bei früheren paroxysmalen Phasen. Erst am Morgen des 01. April wurde das Maximum auf sehr hohem Niveau erreicht. Dann fiel der Tremor erst schnell und dann aber wieder langsamer als bei früheren paroxysmalen Phasen ab. Erst am 02. April wurde wieder das Niveau wie vor dem Paroxysmus erreicht [3].

Am 26.03. kam es im Bereich des Zentralkraters zu einem Beben der Stärke 1.7. Am 26.03. wurde bei Milo (Ostflanke) ein Beben der Stärke 2.2 verzeichnet. Am 27.03. ereignete sich westlich von Bronte (Nordwestflanke) ein Beben mit einer Magnitude von 1.5. Am 28.03. wurde westlich des Monte Centenari (Ostflanke) ein Beben der Stärke 2.2 gemessen [4].

  1. INGV-Sezione di Catania. 2021. Etna - Bollettino settimanale, 22/03/2021 - 09/04/2021
  2. INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. COMUNICATI E BOLLETTINI. Comunicati attività vulcanica. AGGIORNAMENTO n. 252 - 264. 2021.
  3. INGV-Sezione di Catania. 2021. Home. TREMORE VULCANICO. ECNE
  4. INGV. Osservatorio Etneo. Sorveglianza e Monitoraggio. DATABASE TERREMOTI. Localizzazioni di sala operativa. 2021.


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